Gudrun G.

Netzwerken mit K3

Warum ich Netzwerker geworden bin? Eigentlich ganz aus Versehen! Nach bestandener Steuerberaterprüfung habe ich mich 2002 in die Kanzlei meines ehemaligen Chefs eingekauft und habe bis Ende 2007 mit ihm zusammengearbeitet. Zu Anfang war alles gut. Ich hab viel gelernt und gedacht: „ Toll, einen erfahrenen Kollegen an der Seite zu haben!“ Aber mit der Zeit schlich sich immer mehr das Gefühl ein, hier stimmt was nicht! Wir arbeiten hart und viel und trotzdem kommen wir nicht so recht weiter. Immer wieder Stress mit Mandanten, Beschwerden über zu hohe Rechnungen, Rechtfertigungen unsererseits, dass Steuerberatung Geld kostet, irgendwie ständiger Preisdruck.

Außerdem wollten wir gerne anders sein als andere Berater! Nicht nur reagieren sondern agieren! Dieser typische Slogan, den sich Kanzleien in der letzten Zeit verstärkt auf ihre Fahne schreiben. Aber wie erreichen, wenn die Zeit ständig mit den üblichen Vorbehaltsaufgaben restlos ausgefüllt ist und Mandanten sowieso nichts bezahlen möchten? Dann ist mein Partner Ende 2007 in Rente gegangen und ich dachte: „Jetzt machst du alles besser!“
Aber was ist passiert? Ich war plötzlich alleinverantwortlich, hatte noch mehr Stress und noch mehr Angst vor Mandatskündigungen, sinkenden Umsätzen und nicht ausgelasteten Mitarbeitern.

Doch dann kam die Hilfe, die ich brauchte – ein Seminar beim Bremer Steuerberaterverband zum Thema Honorarabrechnung!

Manchmal hat man einfach Glück.

Der eigentliche Dozent war (Gott sei Dank) ausgefallen und für ihn eingesprungen waren Peter-Wilm Schachta, Steuerberater und Rainer Lechtenfeld, Geschäftsführer der K3 Consulting. Da standen 2 Dozenten, die mir einen ganzen Tag lang aus der Seele gesprochen haben. Die genau meine Probleme kannten und sogar praktikable Lösungen anboten. Und das auch noch in einer Art und Weise, die aus einem trockenen Seminartag ein Erlebnis gemacht haben.

Als ich dann bei einer Zigarettenpause (gut, dass ich mir das Rauchen noch nicht abgewöhnt hatte) mit Rainer Lechtenfeld persönlich ins Gespräch gekommen bin, war meine Schicksal als Netzwerker eigentlich besiegelt. Auch wenn mir das zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz klar war. Nach dem Austausch von Visitenkarten und einigen Telefonaten und e-mails folgte dann ein Termin bei mir im Büro, bei dem Rainer Lechtenfeld mir vom Steuerberaternetzwerk erzählte und mich damit eingefangen hat.

Und was heißt nun Netzwerken?

Netzwerken ist ein ständiger Austausch zwischen inzwischen wirklich befreundeten Steuerberatern und ständiges Weiterentwickeln der Kanzleien, koordiniert durch Rainer Lechtenfeld und seine K3.
Bei regelmäßigen Treffen gibt es keine Tabu-Themen. Jeder Netzwerker berichtet offen und ehrlich über seine Kanzlei, seine Strategie, seine Erfolge und auch Misserfolge.

Jede Kanzlei hat mit Rainer Lechtenfeld eine eigene Strategie zur Weiterentwicklung des Kanzleiprofils erarbeitet und erfährt die Unterstützung von K3 und den Netzwerkkollegen, die sie zur Umsetzung benötigt.
Und dabei haben wir uns endlich von diesen alten Ängsten und Strukturen gelöst. Von diesem Gedanken: „Das klingt ja gut, aber das geht ja nicht, weil….!“
Diese enge Zusammenarbeit bündelt ein riesiges Wissenspaket, das keine Einzelkanzlei bieten kann. Neben dem fachlichen Wissen in unserer eigenen Kanzlei kann ich jederzeit auf das Fachwissen meiner Netzwerkkollegen und deren Mitarbeiter zurückgreifen.

Aber damit nicht genug…

Durch die Koordination und die enge Zusammenarbeit mit der K3 GmbH haben wir auch jederzeit die Möglichkeit auf fachfremdes Spezialwissen zurückzugreifen. Egal, ob wir einen Fachanwalt in Wirtschafts- oder Vertragsrecht brauchen, einen betriebswirtschaftlichen Berater für Bäcker oder im Transportgewerbe, einen Fachberater für betriebliche Altersvorsorge, oder, oder, oder… K3 macht es möglich. Durch Netzwerke im ganzen Bundesgebiet finden sich Fachleute, auf die wir hier zugreifen können.

Und immer wieder ist die eigene Kanzleientwicklung Schwerpunktthema. Über gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen oder ganz spezielle persönliche Coachings arbeiten alle Netzwerker ständig daran, sich weiterzuentwickeln, um mit einer modernen und innovativen Kanzleiführung wirklich am Markt zu bestehen und Erfolg zu haben.

Und was für mich persönlich ganz wichtig ist, dieser Erfolg drückt sich nicht nur in Zahlen aus. Ich habe für mich das Gefühl, mich während der Zusammenarbeit mit dem Netzwerk laufend von der kleinen grauen Maus mit der kleinen unwichtigen Dorfkanzlei zu einer Unternehmerin mit einer Kanzlei, die im Gespräch ist zu entwickeln, die inzwischen die Öffentlichkeit nicht mehr scheut und weiter nach neuen Herausforderungen sucht. Das macht Spaß!
Und nicht nur mir.

Seit Anfang 2011 ist Brigitte Paries ja Partnerin in nun unserer Kanzlei. Plötzlich bin ich die Seniorpartnerin, was mich aber nicht zum Ausruhen veranlasst. Im Gegenteil, die Motivation uns voranzubringen ist noch größer und Brigitte ist im Netzwerk von Anfang an mit offenen Armen und völlig gleichberechtigt aufgenommen worden. Eigentlich konnte sie sich ja gar nicht dagegen wehren, das will sie aber auch nicht. Inzwischen hat sie ihre eigenen positiven Erfahrungen mit persönlichem Coaching gemacht und die anderen Netzwerker als Freunde kennengelernt. Gemeinsam nehmen wir also jede Unterstützung an und sind bereit, unseren Netzwerkkollegen Unterstützung zu geben.

Netzwerken ist geben und nehmen mit einem gemeinsamen Ziel!
Damit lebt das Netzwerk!